Peacock Menus
Ein neuer Ansatz für die Navigation in komplexen Anwendungen.
Stellen Sie sich vor, jede Menüebene erscheint genau dort, wo Sie sie benötigen. Peacock Menus folgt dem natürlichen Navigationsfluss und öffnet jede weitere Ebene direkt am zuletzt ausgewählten Menüpunkt. Die verfügbaren Optionen entfalten sich dabei unmittelbar um den aktuellen Interaktionspunkt herum und führen den Nutzer Schritt für Schritt durch selbst komplexe Menüstrukturen. Das Ergebnis ist ein neuer Ansatz für die Navigation, der sich deutlich von klassischen Dropdown-Menüs unterscheidet und im folgenden Live-Vergleich unmittelbar erlebbar wird.
Interaktiver Prototyp mit dynamischer Menüführung
Klicken Sie auf einen beliebigen Menüpunkt, beispielsweise „Einfügen“, um Peacock Menus live zu erleben. Die verfügbaren Optionen werden fächerförmig und kontextbezogen direkt eingeblendet. Jede anschließende Auswahl definiert einen neuen Mittelpunkt, sodass sich das Menü kontinuierlich an Ihrer aktuellen Cursorposition ausrichtet und jederzeit optimal erreichbar bleibt.
Prototyp (Klickdummy) zur Verfahrensdemonstration — keine LibreOffice-Software. Am besten mit Maus am Desktop erleben. Auf Mobilgeräten empfiehlt sich die Vollbild-Ansicht im Querformat.
Zwei Navigationskonzepte. Ein deutlicher Unterschied.
Die beiden Live-Demos zeigen denselben Navigationsvorgang innerhalb einer komplexen Anwendung und machen den Unterschied zwischen klassischer Kaskadennavigation und dem patentierten Peacock Menus unmittelbar sichtbar. Anhand des nummerierten Mauswegs und der eingeblendeten Messwerte wird deutlich, wie stark der Bewegungsaufwand reduziert werden kann. Während bei herkömmlichen Menüs mehrere Ebenen nacheinander angesteuert werden müssen, öffnet Peacock Menus jede Ebene direkt am Klickpunkt. Dadurch werden unnötige Mausbewegungen vermieden, Navigationswege verkürzt und Arbeitsabläufe beschleunigt. Das führt insbesondere bei wiederkehrenden Aufgaben zu einer höheren Produktivität und einer spürbar geringeren Belastung von Hand und Handgelenk.
Beide Fenster sind derselbe interaktive Prototyp wie in der Live-Demo — dieselbe Menüstruktur, links auf die klassische Kaskade festgelegt, rechts auf Peacock Menus. Sie können darin auch selbst klicken.
Was bedeutet das für Ihren Arbeitstag?
Ein Navigationsvorgang umfasst die vollständige Auswahl eines Befehls innerhalb einer mehrstufigen Menüstruktur. Im dargestellten Beispiel führt der Weg von „Einfügen“ über „Diagramm“ und „Säule“ bis zum Zielbefehl „Gestapelt“. Die in der Live-Demo ermittelte Zeit pro Navigationsvorgang kann auf eine beliebige Anzahl vergleichbarer Vorgänge übertragen werden. Stellen Sie ein, wie viele solcher Navigationsvorgänge in Ihrer Anwendung typischerweise pro Tag durchgeführt werden, um die kumulierte Zeit über einen Arbeitstag, eine Woche oder ein Jahr zu berechnen.
Die Funktionsweise des Peacock Menus basiert auf drei zentralen Prinzipien.
Intuitive Auswahl durch Peacock-Elemente
Die Menüpunkte werden als beschriftete Elemente dargestellt, die über einen Führungsarm mit dem aktuellen Fokuspunkt verbunden sind. Inspiriert von der charakteristischen Form einer Pfauenfeder entfaltet sich die Menüstruktur Schritt für Schritt entlang des Navigationspfads. Sowohl die Menüelemente als auch die Führungsarme können direkt ausgewählt werden, wodurch sich die nutzbare Interaktionsfläche vergrößert und die Bedienung auch bei mehrstufigen Menüstrukturen unterstützt wird.
Intelligente Ausrichtung auf den letzten Auswahlpunkt
Jede neue Menüebene orientiert sich automatisch am zuletzt ausgewählten Menüpunkt. Die untergeordneten Menüpunkte werden um diesen Punkt herum angeordnet, sodass der nächste Navigationsschritt direkt dort beginnt, wo die vorherige Auswahl erfolgt ist. Dadurch entsteht eine durchgängige Navigationskette, bei der sich die Menüstruktur entlang des tatsächlichen Auswahlpfads entfaltet.
Optimale Nutzung des verfügbaren Raums
Die Anordnung der Menüpunkte passt sich automatisch an die Anzahl der verfügbaren Optionen und den verfügbaren Bildschirmbereich an. Auch bei umfangreichen Menüs bleibt die Struktur übersichtlich. Steht nicht genügend Platz für die direkte Anzeige aller Einträge zur Verfügung, werden zusätzliche Optionen über ein entsprechendes Platzhalter-Element bereitgestellt.
Weniger Zeigerweg, weniger Belastung
Jede Mausbewegung ist Teil der täglichen Interaktion mit einer Anwendung. Durch die Verkürzung wiederkehrender Navigationswege kann der Bewegungsaufwand reduziert werden. Gerade bei intensiver Bildschirmarbeit und häufigen Menüinteraktionen wird daher auch der Zusammenhang zwischen Mausnutzung und sogenannten Repetitive-Strain-Injuries (RSI) betrachtet.
Was sind RSI, CTD, OOS, WRULD, CTS?
Unzählige akademische Studien zeigen, dass zwischen ein und zwei Dritteln der Nutzer von Computerarbeitsplätzen an regelmäßigen und teilweise sogar dauerhaften Schmerzen an Hand, Handgelenk, Unterarm und Schultern klagen. Dieser Schmerz ist unter einer Vielzahl von Namen bekannt. Dazu gehören u. a. Repetitive Strain Syndrome of the Wrist (RSI), Cumulative Trauma Disorder (CTD), Occupational Overuse Syndrome (OOS), Work-related Upper Limb Disorder (WRULD) und Carpal Tunnel Syndrome (CTS).
In der arbeitsmedizinischen Forschung gelten wiederkehrende Bewegungen, hohe Interaktionsfrequenzen sowie dauerhaft ungünstige Arbeitshaltungen als Faktoren, die die körperliche Belastung bei Bildschirmarbeit beeinflussen können. Dabei zeigen die o. g. Studien einen besonders starken Zusammenhang zwischen der Intensität der Nutzung des Computerarbeitsplatzes und der Intensität und Dauer der Schmerzen im Handgelenk.
Zur Abmilderung der Schmerzen sind u. a. modifizierte Zeigergeräte (anstelle der handelsüblichen Computermaus) und Physio-Therapieansätze weit verbreitet.
Das hier vorgestellte Peacock Menus setzt hingegen auf einen Software-basierten Ansatz, vor allem um die Intensität der Dauer und der Nutzung des Zeigergerätes zu reduzieren bzw. zu minimieren.
Wie tragen Mausbewegungen dazu bei?
Bei der Navigation durch mehrstufige Dropdown-Menüs sind häufig mehrere aufeinanderfolgende Mausbewegungen erforderlich, um den gewünschten Zielbefehl zu erreichen. Jeder Navigationsschritt führt den Mauszeiger zu einem neuen Menübereich, wodurch sich zahlreiche wiederkehrende Bewegungen ergeben können. Insbesondere bei regelmäßig genutzten Anwendungen summieren sich diese Interaktionen über den Arbeitsalltag hinweg.
Der strukturelle Ansatz von Peacock Menus
Anders als klassische Dropdown-Menüs orientiert sich Peacock Menus an der zuletzt getroffenen Auswahl. Jede neue Menüebene wird direkt am aktuellen Interaktionspunkt geöffnet, wodurch die Navigation in unmittelbarer Nähe des Mauszeigers fortgesetzt wird. Die in den Referenzszenarien dargestellten Vergleiche zeigen, wie sich dadurch die zurückgelegten Zeigerwege gegenüber einer klassischen Kaskadennavigation verändern können. Die Länge und Häufigkeit von Mausbewegungen sind Faktoren, die bei der ergonomischen Betrachtung von Bildschirmarbeit berücksichtigt werden.
Patentfakten
Anspruchsübersicht (1–15) anzeigen
| 1 | Verfahren; Kennzeichen: Kind-Arm verbindet Untermenü-Eintrag mit dem gewählten Eltern-Eintrag; Auswahl über Arm/Blase |
| 2 | Referenzpunkt = Root-Menüeintrag oder kontextabhängiger Punkt |
| 3 | Auswahl per Zeigevorrichtung und/oder Tastatur |
| 4 | Anordnung: Linie, Kaskade, Doppelkaskade, umgedrehte Pyramide, Fächer, Bogen |
| 5 | Funktion = Anwendung starten, Pop-up öffnen oder weiteres Call-out anzeigen |
| 6 | Sprechblase enthält Textlabel und/oder Symbol |
| 7 | Prozessor berechnet Position aus Anzahl, freiem Raum und Präferenzen |
| 8 | Mehrere Ebenen als Sets von Call-outs darstellbar |
| 9 | Sofortige Verarbeitung bei Fokus auf Arm/Blase |
| 10 | Beschreibung beim Hover über Arm/Blase |
| 11 | Hervorheben bei Fokus/Hover/Auswahl |
| 12 | Pfad-Kollaps nach finaler Auswahl (Root/Referenzpunkt bleibt) |
| 13 | Platzhalter-Element (721) bei Overflow |
| 14 | Root als horizontal/vertikal/Kontext/Referenzpunkt |
| 15 | Computerprogramm-Produkt, das Anspruch 1 ausführt |
Für Investoren & Lizenznehmer
Peacock Menus basiert auf zwei bereits erteilten Patenten in zwei Kernmärkten, einem funktionsfähigen Prototyp und einer im Quelldokument selbst nachgewiesenen Effizienzsteigerung. Der Mechanismus ist anwendungsunabhängig und lässt sich in praktisch jede GUI mit mehrstufigen Menüs integrieren.
Gespräch aufnehmen
Der gezeigte Prototyp demonstriert Peacock Menus im LibreOffice-Calc-Kontext. Für Fragen zu Lizenzierung, Integration oder Investment in die Weiterentwicklung nehmen Sie gern Kontakt auf.
Dr. Kay Dirk Ullmann
Frankfurt am Main
SolveTrail GbR
Prototyping & Softwareentwicklung